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Diabolo-Guide · Weihrauch HW100
Die besten Diabolos für die Weihrauch HW100
Wer nach dem besten Diabolo für die Weihrauch HW100 fragt, bekommt eine etwas ungewöhnliche Antwort: Viele Besitzer sagen, ihre sei kaum wählerisch. Das ist gut zu wissen, bevor du Geld für Dosen ausgibst — aber „wenig wählerisch" heißt nicht „alles gleich". Den Unterschied findest du nur, indem du misst.
Warum die HW100 ein Sonderfall ist
Die HW100 ist ein Pressluftgewehr (PCP) mit gekapseltem Lauf und 14-Schuss-Trommelmagazin, erhältlich in 4,5 mm und 5,5 mm (einzelne Varianten auch in 5,0 mm). Die Lauflänge reicht von rund 410 mm beim Carbine bis etwa 600 mm bei den längeren Ausführungen. Entscheidend für deinen Test ist aber der Druckregler: Anders als viele Mitbewerber ist die HW100 von jeher geregelt, über Weihrauchs eigenes kammerbasiertes System.
Das wiegt schwerer, als es klingt:
- Die Füllkurve fällt als Variable weitgehend weg. Bei ungeregelten Gewehren besteht der halbe Testaufwand darin, die Bereiche der Füllung zu meiden, in denen die Geschwindigkeit wandert. Hier hält der Regler sie über den größten Teil der Füllung konstant — ein sichtbarer Unterschied zwischen zwei Diabolos ist also eher wirklich das Diabolo.
- Eine Untergrenze bleibt. Sobald der Druck auf den Arbeitsdruck des Reglers fällt, ist es mit der Konstanz vorbei. Die angegebenen Schusszahlen unterscheiden sich stark nach Modell — die klassische HW100 wird auf 200 bar gefüllt und liefert in 5,5 mm etwa 50–60 Schuss, die neuere HW100 X wird auf 250 bar gefüllt und deutlich höher angegeben. Kenn den Wert deines Gewehrs und hör vorher auf.
- Das Energieniveau verändert die Antwort. In Deutschland sind frei erwerbliche Luftgewehre mit F-Zeichen auf 7,5 Joule begrenzt; höhere Energien unterliegen dem Waffenrecht. Schwere Diabolos, die bei mehr Energie sauber stabilisieren, können bei 7,5 J aus ihrem Fenster fallen. Maßgeblich für die Rechtslage sind die offiziellen Stellen, nicht dieser Artikel.
Der Ruf, wenig wählerisch zu sein, ist real genug, dass er sich durch die Besitzer-Threads zieht. Liest man genauer, nennen die Besitzer trotzdem unterschiedliche Favoriten. Wenig wählerisch heißt: weniger schlechte Diabolos — nicht ein offensichtlicher Sieger.
Womit HW100-Besitzer üblicherweise anfangen
Diese Diabolos tauchen in britischen Foren und Testberichten zur HW100 und ihrer nahen Verwandten HW110 immer wieder auf. Betrachte das als Testliste, nicht als Ergebnis — wir haben keine kontrollierten Tests mit deinem Gewehr durchgeführt, und niemand sonst hat das. Wie unterschiedlich die genannten Favoriten sind, ist dabei genau der Punkt.
4,5 mm (.177)
| Diabolo | Typisches Gewicht | Warum auf der Liste |
|---|---|---|
| QYS Streamlined | 9,56 gr | Wird von HW100- und HW110-Besitzern ausdrücklich als Favorit ihres Laufs genannt — die HW-spezifischste Empfehlung dieser Liste. |
| JSB Exact (4,52er Kopf) | 8,44 gr | Soll den Alternativen auf Distanz voraus sein; die Kopfgröße gehört ausdrücklich zur Empfehlung. |
| JSB Exact Express | 7,87 gr | Die leichtere Option; manche Besitzer berichten von auffallend guten Ergebnissen dort, wo Schwereres nicht überzeugt. |
| Air Arms Diabolo Field | 8,44 gr | Von JSB gefertigt und praktisch ein Zwilling des Exact — als Kontrolle in jedem Test sinnvoll. |
5,5 mm (.22)
| Diabolo | Typisches Gewicht | Warum auf der Liste |
|---|---|---|
| Air Arms Diabolo Field | 16 gr | Die meistgenannte 5,5-mm-Empfehlung in HW100-Threads; mittelschwer passt zur Plattform. |
| JSB Exact Jumbo | 15,89 gr | Das direkte JSB-Gegenstück, wird meist parallel getestet. |
| H&N Field Target Trophy | 14,66 gr | Von HW100-Besitzern sowohl wegen der Präzision genannt als auch wegen der antimonhaltigen Legierung, die Beschädigungen im Magazin und in der Tasche besser widersteht. |
| Air Arms Diabolo Hunter | variiert | Mindestens ein Besitzer berichtet, seine HW100 bevorzuge den Hunter gegenüber dem Field — eine Dose wert, wenn die naheliegenden Kandidaten enttäuschen. |
Air Arms vs. JSB. Air Arms Diabolo Field werden von JSB in Tschechien hergestellt, und das Air-Arms-Produkt basiert auf dem JSB Exact. Schützen halten beide für sehr nah beieinander, berichten aber immer wieder von feinen Unterschieden zwischen Werkzeugen und Produktionsläufen. Nimm im Zweifel beide in den Test auf.
Was auch immer du wählst: Kauf es in zwei Kopfgrößen, wenn der Händler die Wahl anbietet — üblich sind 4,50/4,51/4,52 mm bei 4,5 mm und rund 5,5x mm bei 5,5 mm (die konkreten Optionen unterscheiden sich zwischen JSB und H&N). Eine der Empfehlungen oben gilt ausdrücklich für den 4,52er Kopf — das zeigt, wie viel diese Variable ausmachen kann.
So führst du den Test durch
Die Methode ist dieselbe wie in unserem Diabolo-Test-Guide — hier die Kurzfassung für die HW100:
- Drei bis fünf Kandidaten von der Liste oben, idealerweise über zwei Gewichte und zwei Kopfgrößen verteilt.
- Vom Auflagepunkt schießen — Zweibein oder Sandsack. Du testest das Diabolo, nicht deinen Anschlag.
- Eine Distanz, und zwar die, die du wirklich schießt — für die meisten 25 oder 45 m.
- Über dem Regler bleiben. Der Regler der HW100 nimmt dir den Großteil der Arbeit ab, aber sobald der Druck auf seinen Arbeitsdruck fällt, ist die Konstanz weg. Lieber vorher nachfüllen als auf den letzten Schüssen testen.
- Zwei bis drei 5-Schuss-Gruppen pro Diabolo, alle in einer Session, bei ähnlichem Wind. Eine einzelne Gruppe lügt.
- Jede Gruppe messen und die Mittelwerte vergleichen. Nicht „sieht enger aus" — die tatsächlichen Millimeter.
Wind ist die Variable, die das Ergebnis am ehesten verfälscht, und leichte 4,5-mm-Diabolos sind am anfälligsten. Bei Böen lieber warten — oder vorher Wind lesen beim Luftgewehr lesen und in den Ruhephasen schießen. Mit der Streukreis-Tabelle ordnest du deine Zahlen für deine Distanz ein.
Pellet übernimmt das Messen. Fotografiere jede Scheibe — die App misst den Streukreis in Millimetern und sortiert alle getesteten Diabolos nach durchschnittlicher Gruppengröße. Der Sieger ist auf einen Blick klar, ohne Messschieber und ohne Tabelle.
Was du protokollieren solltest
Ein Diabolo-Test ist nur so viel wert wie das Protokoll dazu. Notiere für jede Gruppe:
- Diabolo, Gewicht und Kopfgröße — „JSB Exact" allein reicht in sechs Monaten nicht mehr.
- Chargennummer vom Dosenboden. Chargen verändern sich. Wenn eine Dose gut läuft, kauf mehr davon; wenn die Streukreise plötzlich aufgehen, ist ein Chargenwechsel der erste Verdächtige.
- Distanz und Streukreis in Millimetern, Mitte zu Mitte.
- Bedingungen — Wind, Temperatur und grob, wie viele Schuss in die Füllung du warst, damit du den Regler später aus- oder einschließen kannst.
- Geschwindigkeit, falls du ein Chronograph hast. Extreme Spread und Standardabweichung zeigen, ob das Gewehr oder das Diabolo limitiert — siehe Chronograph-Werte erklärt.
Häufige Fragen
Welches Diabolo ist das beste für die Weihrauch HW100?
Es gibt keine Antwort, die für jede HW100 gilt. In 4,5 mm nennen Besitzer am häufigsten QYS Streamlined 9,56 gr und JSB Exact im 4,52er Kopf; in 5,5 mm steht Air Arms Diabolo Field 16 gr vorn, dicht gefolgt von H&N Field Target Trophy. Startpunkte, keine Urteile — drei bis vier Kandidaten, gemessene Streukreise, eine Session.
Ist die HW100 wählerisch bei Diabolos?
Weniger als die meisten, so ihr Ruf. In Besitzer-Threads taucht immer wieder auf, dass die HW100 eine breite Auswahl ordentlicher Diabolos akzeptabel schießt — das hört man nicht über jedes Gewehr. Ein Grund, sich weniger Sorgen um die falsche Dose zu machen. Ein Grund, den Test zu überspringen, ist es nicht: Dieselben Threads zeigen weiterhin unterschiedliche Favoriten.
4,5 mm oder 5,5 mm?
Die HW100 gibt es in 4,5 und 5,5 mm, bei einzelnen Varianten auch in 5,0 mm. In Deutschland ist 4,5 mm bei frei erwerblichen Gewehren mit F-Zeichen mit Abstand am verbreitetsten. 4,5 mm schießt flacher, 5,5 mm behält mehr Energie. Keines ist grundsätzlich präziser — die Paarung von Lauf und Diabolo wiegt schwerer als das Kaliber.
Ändert der Druckregler etwas am Testvorgehen?
Er vereinfacht es. Weil die HW100 serienmäßig geregelt ist, bleibt die Geschwindigkeit über den größten Teil der Füllung konstant — du musst weniger Aufwand treiben, um das Diabolo von der Luft zu trennen. Eine Regel bleibt: Hör auf, bevor der Druck auf den Arbeitsdruck des Reglers fällt, sonst gibst du dem Diabolo die Schuld für das Gewehr.
Protokoll führen, ohne Tabelle zu führen. Pellet erfasst Diabolo, Chargennummer, Distanz und Bedingungen automatisch und misst jeden Streukreis vom Foto — so bleibt das Diabolo-Ranking deiner HW100 Session für Session aktuell.
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Quellen und weiterführende Links. Die Liste stammt aus Besitzer-Diskussionen und veröffentlichten Herstellerangaben, nicht aus Tests von Pellet.